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MIT Oktober II 2011
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| Inhalt |
- 10. Bundesdelegiertenversammlung der MIT in Deggendorf
- CDU-Wirtschaftsflügel lehnt allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ab
- MIT fordert Anhebung der Umsatzgrenze für Ist-Besteuerung
auf 1 Million Euro
- MIT-Europakommission diskutiert Normung
- DIHK erwartet für das kommende Jahr ein Prozent Wachstum
- DIW: Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit
- Erneuerbare-Energien-Gesetz: Grüner Strom, teurer Strom
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| 10. Bundesdelegiertenversammlung der MIT in Deggendorf |
Die 10. Bundesdelegiertenversammlung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) findet am 28. und 29. Oktober 2011 im bayerischen Deggendorf statt. Alle zwei Jahre lädt die MIT zu ihrer Bundesdelegiertenversammlung ein, um den Bundesvorstand neu zu wählen und über die künftige wirtschaftspolitische Positionierung des CDU-Wirtschaftsflügels zu beraten. Turnusgemäß kommen in diesem Jahr rund 600 Delegierte aus allen 16 Bundesländern zur gemeinsamen Konferenz zusammen. Das Tagungsmotto lautet „aktiver Mittelstand – verlässliche Politik“. Den gleichen Titel trägt auch der Leitantrag, den der MIT-Bundesvorstand den Delegierten zur Beratung vorlegt.
Mit Spannung erwarten die Delegierten die Rede der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB (Freitag, 28. Oktober 2011, 14.45 Uhr). Ein weiterer besonderer Tagesordnungspunkt wird die Rede des CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer am Samstag sein.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Link:
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| CDU-Wirtschaftsflügel lehnt allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ab |
Die MIT setzt auf dem CDU-Bundesparteitag im November ein klares Signal für einen flexiblen Arbeitsmarkt. Mit dem Antrag „Impulse für eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik“ lehnt die MIT insbesondere einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ab. „Die Festlegung von Mindestarbeitsbedingungen ist Aufgabe der Tarifparteien und nicht Sache des Staates. Die Tarifautonomie ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg der deutschen Wirtschaft, weil damit auf regionale und branchenspezifische Unterschiede reagiert werden kann. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde nicht nur die Rolle der Tarifparteien schwächen, sondern auch das sich eigenständig ausbalancierende Tarifsystem aus dem Gleichgewicht bringen“, erklärt Dr. Josef Schlarmann, Bundesvorsitzender der MIT.
Die negativen Folgen von gesetzlichen Mindestlöhnen wären eine steigende Arbeitslosigkeit, insbesondere für Jugendliche, und ein weiterer Schub für die Schattenwirtschaft. Vor allem Geringqualifizierte benötigen einen Niedriglohnsektor, der durch allgemeine Mindestlöhne weiter zurückgedrängt würde. Dies wäre besonders gravierend für Ostdeutschland, wo die Löhne bei durchschnittlich 80 % des Westniveaus liegen.
„Oberstes Ziel muss es sein, den Menschen in Deutschland Zugang zu verlässlicher und auskömmlicher Arbeit zu sichern. Die Einführung von flächendeckenden gesetzlichen Mindestlöhnen ist dabei der falsche Weg. Gesetzliche Mindestlöhne bedürfen einer tariflichen Grundlage. Wo keine Tarifverträge existieren, auf deren Basis die Allgemeinverbindlichkeit erklärt oder sittenwidrige Löhne festgestellt werden können, müssen fachlich und regional benachbarte Tarifverträge als Maßstab herangezogen werden“, sagt Dr. Schlarmann.
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| MIT fordert Anhebung der Umsatzgrenze für Ist-Besteuerung auf 1 Million Euro |
Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU spricht sich für eine Anhebung der Umsatzgrenze für die „Ist-Besteuerung“ auf 1 Million Euro Jahresumsatz aus.
Die Zahlung der Umsatzsteuer an das Finanzamt ist kurzfristig (bis zum 1o.ten des Folgemonats) zu leisten. Der Geldeingang beim Rechnungssteller selbst erfolgt oft erst nach diesem Termin. Es belastet besonders kleinere Betriebe, wenn sie gegenüber dem Finanzamt in Vorleistung treten müssen, obwohl Rechnungen vom Kunden noch nicht bezahlt wurden (sog. Soll-Besteuerung). Handwerksbetriebe und kleinere industrielle Fertigungsbetriebe geraten somit oftmals in Liquiditätsengpässe.
„Es muss dringend dafür gesorgt werden, dass Kleinunternehmen nicht länger mit den Vorfinanzierungskosten belastet werden. Dazu gilt es, die Grenze für die Ist-Besteuerung auf 1 Million Euro Jahresumsatz anzuheben, um zumindest Kleinunternehmen von der systemwidrigen Belastung zu befreien“, kommentiert MIT-Bundesvorsitzender Dr. Schlarmann einen Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU/CSU und FDP (Drucksache 17/7020), der eine dauerhafte Entfristung der Umsatzgrenze von 500.000 Euro vorsieht. Die für die Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten maßgebliche Umsatzgrenze wurde zum 1. Juli 2009 bundeseinheitlich auf 500.000 Euro angehoben. Die Maßnahme ist bis zum 31. Dezember 2011 befristet.
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| MIT-Europakommission diskutiert Normung |
Die Kommission Europapolitik der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) beschäftigte sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit Aspekten der künftigen Normung in Europa. Unter der Leitung des Kommissionsvorsitzenden Dr. Markus Pieper MdEP diskutierten die Teilnehmer den am 1. Juni 2011 von der Europäischen Kommission vorgelegten Entwurf für die Verordnung zur europäischen Normung. Sibylle Gabler, Kommunikationsmanagerin im DIN Deutsches Institut für Normung e.V., wies in ihrem Referat darauf hin, dass der Entwurf die Ausdehnung des Geltungsbereiches auf Dienstleistungen vorsieht. Die Teilnehmer der Sitzung betonten, dass es bei Dienstleistungen - wie bei allen anderen Normungsthemen auch - entscheidend sei, das Normungsprojekte für die interessierten Kreise relevant sein müssen und der Grundsatz der Freiwilligkeit gewahrt werde. Außerdem müsse in dem künftigen europäischen Normungsverfahren weiterhin gewährleistet sein, dass KMU-Vertreter angemessen in den Normungsgremien präsent sind.
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| DIHK erwartet für das kommende Jahr ein Prozent Wachstum |
Die Unternehmen wollen auch 2012 in Deutschland investieren, Kapazitäten aufbauen und neue Stellen schaffen. Sie sind allerdings erheblich verunsichert. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Für das kommende Jahr erwartet der DIHK ein Wachstum von einem Prozent, berichtete DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Für 2011 rechnet der DIHK noch mit einem Plus von drei Prozent. Auf Grundlage der Befragungen durch die Industrie- und Handelskammern prognostiziert der DIHK zudem einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahl: Sie soll 2012 noch einmal um rund 150.000 auf 2,8 Millionen sinken.
Weitere Informationen finden Sie hier:
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| DIW: Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit |
In Deutschland ist im letzten Jahrzehnt zwar die Zahl der Erwerbstätigen deutlich gewachsen, doch die geleisteten Arbeitsstunden sind nicht mehr geworden. Das Beschäftigungswachstum kam allein durch einen Zuwachs bei den Teilzeitarbeitsplätzen zustande. Deren Zahl ist um etwa 40 Prozent gestiegen. Damit hat sich hierzulande die Teilzeitarbeit stärker als in der EU ausgebreitet. Das zeigt der aktuelle Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Wenngleich Teilzeitarbeit weiterhin eindeutig eine Domäne von Frauen ist, hat die Zahl der Männer mit reduzierten Arbeitszeiten besonders stark zugelegt. Im europäischen Vergleich ist der Unterschied im Ausmaß der Teilzeitbeschäftigung zwischen Männern und Frauen in Deutschland aber immer noch so groß wie in kaum einem anderen Land. Zudem haben immer mehr Ältere und Hochqualifizierte eine Teilzeitbeschäftigung etwa als sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer, Mini-Jobber oder auch als Selbständiger. Nicht selten wird allerdings nur deshalb verkürzt gearbeitet, weil keine Vollzeitstelle zu finden ist.
Die Gründe für die Ausübung eines Teilzeitjobs lesen Sie hier:
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| Erneuerbare-Energien-Gesetz: Grüner Strom, teurer Strom |
Strom aus klimafreundlichen Quellen wird in Deutschland stark subventioniert. Dadurch ist es gelungen, die aus Wind, Sonne und Biomasse produzierten Strommengen kräftig zu steigern. Doch die Förderpolitik für die grüne Energie ist heftig umstritten. Strom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse gehört längst zum Alltag – bereits heute stammt jede fünfte Kilowattstunde in Deutschland aus erneuerbaren Energien, 2020 sollen es laut Bundesregierung sogar mindestens 35 Prozent sein.
Um die Erzeugung und die Einspeisung regenerativer Energien zu fördern, gibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Jeder, der Ökostrom produziert, erhält demnach eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die über dem Marktpreis für Strom liegt. Die Vergütung nach EEG lässt sich in zwei Elemente splitten: Erstens in den Stromwert, also den Wert, den Strom unabhängig von seiner Energiequelle hat. Zweitens in den Subventionsanteil, also den Wert, der ausschließlich für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien draufgelegt wird.
Als das EEG im Jahr 2000 in Kraft trat, beliefen sich die Subventionen noch auf das Dreifache des Stromwerts – für Strom im Wert von 100 Euro erhielten die Ökoanbieter also 400 Euro. In den Folgejahren ging der Subventionsanteil dann zwar zurück, doch selbst im Minimum-Jahr 2009 machte der Förderanteil immer noch genauso viel aus wie der Stromwert. Seither sind die auf der Basis des EEG gezahlten Zuschüsse für Strom aus erneuerbaren Energien zudem wieder massiv gestiegen: Aktuell beträgt der Subventionsanteil für Ökostrom fast 72 Prozent (Quelle: IW Köln).
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Dienstanbieter dieses Newsletters ist die MIT, vertreten durch den
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